Ungefähr 5000 bis 7000 Sprachen werden auf der Welt gesprochen. Eine präzise Angabe ist nicht möglich, weil manchmal unklar ist, ob es sich um eine eigene Sprache oder nur um einen Dialekt handelt. Übersetzungen in alle Sprachen bieten wir nicht an. Wir beschränken uns auf technische Übersetzungen in Sprachen, die wirtschaftlich relevant sind.

Wir legen großen Wert darauf, dass die ÜbersetzerInnen in ihre Muttersprache übersetzen. Nur in der Muttersprache hat man die größtmögliche Bandbreite, sich auszudrücken. Das ist essentiell für Texte mit werblichem Inhalt, denn oft enthalten sie Wortspiele, die nicht direkt übertragen werden können und für die ein möglichst passendes Pendant gefunden werden muss. Auch kulturelle Eigenheiten oder die Tonalität müssen oft adaptiert werden.

Sprache lebt und entwickelt sich ständig weiter. Neue Technologien schaffen neue Begrifflichkeiten mit neuen Benennungen. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, sollten Übersetzer im Land der Zielsprache leben. Der Architekt aus Frankreich, der Maschinenbauingenieur aus Polen, der IT-Spezialist aus den USA und alle ihre Kollegen leben in den Märkten, in denen Sie Ihre Produkte vertreiben.

Sprachvarianten

In Deutschland essen wir Quark, Aprikosen, Tomaten, in Österreich hingegen Topfen, Marillen und Paradeiser. Für technische Übersetzungen ist dies zugegebenermaßen weniger relevant; Texte mit einem werblichen Anspruch hingegen erfordern eine ganz genaue Kundenansprache. Da Deutschland und Österreich Nachbarländer sind, halten sich auch die Sprachvarianten in Grenzen.

Anders verhält es sich jedoch mit Sprachen, deren Sprecher weit voneinander entfernt sind. Die Sprachen unterliegen unterschiedlichen Einflüssen und entwickeln sich anders. Kanadisches Französisch ist anders als das in Frankreich, brasilianisches Portugiesisch unterscheidet sich von europäischem und britisches Englisch ist anders als amerikanisches. Die Schriftzeichen für die Volksrepublik China und Singapur werden in Hongkong und Taiwan nicht verstanden. Wir bieten Ihnen die Sprachvarianten, die für Ihre Zielgruppe erforderlich sind.

Lingua franca

Englisch wird zwar von sehr vielen Menschen gesprochen, deren Muttersprache nicht Englisch ist, aber letztlich gibt es kein „internationales Englisch“. Sprache ist immer Teil einer Kultur und kann nicht davon abgekoppelt werden. Ausnahmen sind Kunstsprachen wie Esperanto oder Volapük.

Es ist eine Unternehmensentscheidung, ob britisches oder amerikanisches Englisch verwendet werden soll. Im Bereich der Informationstechnologie tendiert man eher zu amerikanischem Englisch. Wenn sich in anderen Branchen der Markt eher in Europa konzentriert, entscheidet man sich oft für britisches Englisch.

Textlänge

Der Text für die neue Broschüre ist fertig, wird ins Layout gesetzt und kann dann übersetzt werden. So weit, so gut. Mit Englisch als Ausgangs- und z.B. Spanisch als Zielsprache stellt sich dem Grafiker recht schnell die Frage: wohin nur mit all den übersetzten Wörtern? In den romanischen Sprachen, also Französisch, Spanisch, Italienisch, Rumänisch, aber auch Russisch laufen die Texte viel länger als im Englischen und auch länger als im Deutschen. Wenn also bei der Layouterstellung schon klar ist, dass das Dokument in mehreren Sprachen erscheinen soll, ist es ratsam, gleich etwas mehr Platz für bestimmte Sprachen einzukalkulieren. Chinesisch, gleichgültig ob als Lang- oder Kurzzeichen geschrieben, beansprucht übrigens ebenso viel Platz wie Englisch oder sogar weniger.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Da sind wir uns nicht so sicher, denn auch Bilder oder Grafiken haben Interpretationsspielraum. Bild und Text zusammen sind jedoch unschlagbar. Deshalb benötigen wir die Übersetzungsvorlage mit allen grafischen Elementen. So kann die Übersetzerin die Bezüge zueinander erkennen und entsprechend umsetzen.